Alt-Text: So beschreibst du Bilder für Google und für Menschen
6 Min. LesezeitStand: 27. Oktober 2026Geprüft von Engin Buldak
Definition in 40 Wörtern
Der Alt-Text, kurz für Alternativtext, ist eine kurze Beschreibung eines Bildes im alt-Attribut des HTML-Codes. Screenreader lesen ihn vor, Browser zeigen ihn, wenn das Bild nicht lädt, und Google nutzt ihn, um zu verstehen, was das Bild zeigt.

Engin Buldak
Geschäftsführer der DTILE GmbH, Autor des SEO-Lexikons
15 Minuten • Persönlich • Unverbindlich
5,0 aus 50+ Google-Rezensionen
Was ist ein Alt-Text?
Ein Alt-Text ist der Text im alt-Attribut eines img-Tags. Er ersetzt das Bild überall dort, wo es nicht gesehen wird: im Screenreader, bei langsamer Verbindung oder wenn die Datei fehlt. Umgangssprachlich heißt er auch Alt-Tag oder Alt-Attribut, gemeint ist immer dasselbe.
<img src="friseur-eppendorf-salon.jpg"
alt="Friseursalon in Hamburg-Eppendorf mit 3 Bedienplätzen">Der Alt-Text ist für Besucher normalerweise unsichtbar. Er steht nur im Quelltext und taucht erst auf, wenn das Bild selbst nicht angezeigt werden kann. Genau deshalb wird er so oft vergessen.
Nicht verwechseln solltest du ihn mit dem title-Attribut, das manche Browser als Hinweis beim Überfahren mit der Maus zeigen, und mit der Bildunterschrift, die sichtbar unter dem Bild steht.
Warum ist der Alt-Text für Google wichtig?
Google nennt den Alt-Text in seiner Dokumentation zur Bildersuche das wichtigste Attribut für Bild-Metadaten. Zusammen mit Bilderkennung und dem Text der Seite hilft er Google zu verstehen, was ein Bild zeigt. Ist ein Bild verlinkt, dient der Alt-Text zusätzlich als Ankertext des Links.
Für die Bildersuche ist der Alt-Text damit ein direkter Hebel. Daneben wertet Google laut eigener Dokumentation auch Dateinamen, Bildunterschriften und den Text rund um das Bild aus. Ein Dateiname wie image1.jpg verschenkt diese Chance.
| Bewertung | Alt-Text |
|---|---|
| Schlecht: fehlt | <img src="puppy.jpg"/> |
| Schlecht: Keyword-Stuffing | alt="Welpe Hund Baby Hund klein Welpen Hündchen ..." |
| Besser | alt="Welpe" |
| Am besten | alt="Dalmatiner Welpe apportieren" |
Keywords mit Maß
Ein passendes Keyword darf in den Alt-Text, wenn es das Bild wirklich beschreibt. Google warnt ausdrücklich davor, alt-Attribute mit Keywords zu überladen: Das ist schlecht für Nutzer und kann dazu führen, dass eine Website als Spam eingestuft wird.
Welche Rolle spielt der Alt-Text für die Barrierefreiheit?
Für blinde und sehbehinderte Menschen ist der Alt-Text oft die einzige Information über ein Bild, denn Screenreader lesen ihn vor. Fehlt er, hören sie nur einen Dateinamen oder gar nichts. Barrierefreie Websites brauchen deshalb für jedes inhaltliche Bild einen passenden Alternativtext.
Die Regeln dafür beschreibt das W3C in seinen Richtlinien zur Barrierefreiheit, auf die auch Google verweist. Für SVG-Grafiken, die direkt im Code stehen, nutzt du laut Google statt des alt-Attributs das title-Element.
Rechtlich ist das Thema seit dem 28. Juni 2025 für viele Unternehmen konkret: Seitdem gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG. Es umfasst unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr. Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Ob dein Angebot betroffen ist, klärst du am besten mit einer Rechtsberatung.
Wie schreibst du einen guten Alt-Text?
Ein guter Alt-Text beschreibt kurz und konkret, was auf dem Bild zu sehen ist und warum es auf der Seite steht. Stell dir vor, du beschreibst das Bild am Telefon. Ein Suchbegriff gehört nur hinein, wenn er das Motiv tatsächlich trifft.
Konkret statt allgemein
"Physiotherapeutin behandelt Schulter einer Patientin" sagt mehr als "Physiotherapie" oder "Bild 3".
Kurz bleiben
1 Satz reicht meist. Floskeln wie "Bild von" oder "Foto zeigt" kannst du weglassen, der Screenreader sagt ohnehin, dass es ein Bild ist.
Ort, wenn er stimmt
Zeigt das Foto wirklich dein Geschäft in einem Stadtteil, darf der Ort hinein. Das passt zu lokalen Suchen und ist trotzdem eine ehrliche Beschreibung.
<!-- Funktionales Bild in einem Link: beschreibt das Ziel -->
<a href="/kontakt/">
<img src="telefon-icon.svg" alt="Kontakt aufnehmen">
</a>Wie Bildbeschreibungen zum Rest der Seite passen, etwa zu Title Tag und Meta Description, prüft eine gründliche Onpage-Analyse.
Wann darf das alt-Attribut leer bleiben?
Ein leeres alt="" ist richtig, wenn ein Bild rein dekorativ ist oder nur wiederholt, was ohnehin als Text daneben steht. Der Screenreader überspringt es dann. Das Attribut ganz wegzulassen ist dagegen ein Fehler, weil Screenreader sonst teils den Dateinamen vorlesen.
- Dekorative Linien, Muster und Hintergrundbilder: alt=""
- Bild mit Text, der direkt daneben als echter Text steht: alt=""
- Bild als Link oder Button: alt nennt das Ziel oder die Aktion
- Foto oder einfache Grafik mit Inhalt: kurze Beschreibung im alt
- Diagramm mit vielen Werten: kurze Beschreibung im alt, die Daten zusätzlich als Text auf der Seite
Diese Einteilung folgt dem Entscheidungsbaum der Web Accessibility Initiative, kurz WAI, der Arbeitsgruppe für Barrierefreiheit beim W3C.
Wie findest du fehlende Alt-Texte?
Einzelne Bilder prüfst du mit Rechtsklick und Untersuchen im Browser. Für ganze Websites listen SEO-Crawler alle Bilder ohne alt-Attribut auf. In WordPress und den meisten Shopsystemen trägst du den Alt-Text in der Mediathek oder direkt am Bild im Editor ein.
- 1
Bestand erfassen
Ein Crawler oder ein SEO-Audit zeigt, welche Bilder kein oder ein leeres alt-Attribut haben.
- 2
Nach Wichtigkeit sortieren
Zuerst Bilder auf Startseite, Leistungsseiten und Produktseiten, danach Blog und Archiv.
- 3
Beschreiben statt füllen
Jedes inhaltliche Bild bekommt eine eigene, ehrliche Beschreibung. Dekorative Bilder bekommen bewusst ein leeres alt.
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Bilder, die gefunden werden
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Häufige Fragen zu Alt-Text
Verwandte Begriffe
Title Tag
Der Title Tag ist ein HTML-Element, das den Titel einer Seite festlegt. Er erscheint als blaue Überschrift im Google-Snippet und im Browser-Tab. Anders als die Meta Description ist der Title Tag ein direkter Rankingfaktor und der wichtigste Onpage-Hebel.
Meta Description
Die Meta Description ist ein HTML-Element mit einer Kurzbeschreibung des Seiteninhalts. Suchmaschinen zeigen sie häufig als Beschreibungstext im Snippet der Suchergebnisse an. Sie ist kein direkter Rankingfaktor, beeinflusst aber die Klickrate und damit den Erfolg einer Seite.
Suchmaschinenoptimierung
Suchmaschinenoptimierung (SEO) umfasst alle Maßnahmen, die eine Website in den unbezahlten Suchergebnissen sichtbarer machen. Sie gliedert sich in Technik, Inhalt und Autorität. Ziel ist, für relevante Suchanfragen gefunden zu werden, in Google ebenso wie in KI-Antwortsystemen.
Crawler
Ein Crawler ist ein Programm, das Websites automatisch besucht, ihre Inhalte lädt und Links folgt. Suchmaschinen wie Google nutzen Crawler wie den Googlebot, um Seiten zu entdecken und für den Index zu erfassen. Auch KI-Systeme setzen eigene Crawler ein.
Indexierung
Indexierung ist die Aufnahme einer Webseite in die Datenbank einer Suchmaschine, den Index. Nach dem Crawling entscheidet die Suchmaschine anhand von Qualität und Einzigartigkeit, ob eine Seite aufgenommen wird. Nur indexierte Seiten können in Suchergebnissen und KI-Antworten erscheinen.
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Über 3.500* Unternehmen in 20 Jahren geholfen, inhabergeführt aus Hamburg-Uhlenhorst. Sein Ansatz verbindet lokale Sichtbarkeit in allen relevanten Karten-Welten mit Zitierungen in KI-Antwortsystemen, von Google und Apple Maps bis zu Siri, ChatGPT und Copilot. Fachbeiträge erscheinen in seiner LinkedIn-Serie SIP, Search in Public.
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