DTILE

News · Google · 27. Oktober 2026

Google KI-Antworten: Websites können sich jetzt aus AI Overviews und AI Mode ausschließen

Von Engin Buldak · Geschäftsführer DTILE GmbH · veröffentlicht am 27. Oktober 2026

Laptop mit Einstellungsseite und Kippschalter, Titelbild zum Ausschluss aus den KI-Antworten von Google

Mit der Einstellung Search generative AI in der Search Console legen Website-Betreiber seit dem 31. August 2026 weltweit fest, ob Google ihre Inhalte in AI Overviews, AI Mode und KI-Zusammenfassungen in Discover verwendet. Was der Schalter bewirkt und wann er sich lohnt.

Was die neue Einstellung in der Search Console regelt

Die Einstellung heißt in der Search Console Search generative AI, auf Deutsch generative KI in der Suche. Sie steuert, ob die Links und Inhalte einer Website in den KI-Funktionen der Google-Suche erscheinen dürfen. Betroffen sind 3 Bereiche: die AI Overviews, also die KI-Übersichten über den Suchergebnissen, der AI Mode, der KI-Modus mit Dialog statt Trefferliste, und die KI-Funktionen in Google Discover.

Google hat die Steuerung am 3. Juni 2026 angekündigt und zunächst mit einem Teil der Website-Betreiber im Vereinigten Königreich getestet. Seit dem 31. August 2026 steht sie laut Google allen Websites weltweit zur Verfügung. Die Standardeinstellung ist der Einbezug: Wer nichts ändert, bleibt in den KI-Funktionen sichtbar.

Name
Search generative AI control
Ort
Search Console, Einstellungen
Betrifft
AI Overviews, AI Mode, KI-Funktionen in Discover
Standard
Einbeziehen
Verfügbar
Weltweit seit 31. August 2026
Wirkung
Meist innerhalb von 1 bis 2 Tagen

So wird der Ausschluss eingerichtet

Die Einstellung liegt in den Einstellungen der jeweiligen Property, also der in der Search Console angelegten Website. Ändern können sie Inhaber der Property. Zur Auswahl stehen 3 Optionen.

Einbeziehen

Wirkung
Links und Inhalte der Website dürfen in den KI-Funktionen der Suche erscheinen. Standard für alle Properties.

Ausschließen

Wirkung
Links und Inhalte der Website werden aus den KI-Funktionen der Suche herausgenommen.

Von übergeordneter Property übernehmen

Wirkung
Die Einstellung folgt der übergeordneten Property, etwa der Domain-Property. Standard, wenn eine übergeordnete Property existiert.

Die 3 Optionen der Einstellung

  1. 1

    Property öffnen

    In der Search Console die Property der Website auswählen. Eine Domain-Property deckt alle Unterseiten und Subdomains ab.

  2. 2

    Einstellungen aufrufen

    Im Menü Einstellungen den Punkt Search generative AI öffnen.

  3. 3

    Option wählen

    Einbeziehen, Ausschließen oder Übernehmen von der übergeordneten Property wählen und speichern.

  4. 4

    Wirkung abwarten

    Laut Google werden Inhalte meist innerhalb von 1 bis 2 Tagen ausgeschlossen. Durch Zwischenspeicher und Verteilung kann es länger dauern.

Untergeordnete Properties wie einzelne Verzeichnisse oder Subdomains erben die Einstellung der nächsten übergeordneten Property mit eigener Konfiguration. Weicht eine untergeordnete Property ab, zeigt die Search Console den Inhabern der Domain-Property einen Hinweis. So lassen sich einzelne Bereiche gezielt ausschließen, etwa ein Mitgliederbereich, während der Rest der Website sichtbar bleibt.

Was der Ausschluss nicht verändert

Google grenzt die Einstellung klar ab. Sie ist kein Ranking-Signal für die klassische Suche, die normalen Treffer bleiben unberührt. Sie steuert auch kein KI-Training: Dafür ist weiter das Kennzeichen Google-Extended in der robots.txt zuständig. Teilnahmeentscheidungen für Google Ads und das Merchant Center überschreibt sie ebenfalls nicht.

Search generative AI

Was es steuert
Erscheinen in AI Overviews, AI Mode und KI-Funktionen in Discover
Folge für die normale Suche
Keine

Google-Extended in der robots.txt

Was es steuert
Nutzung der Inhalte für das Training von Gemini und für Vertex AI
Folge für die normale Suche
Keine

nosnippet und max-snippet

Was es steuert
Länge oder Verbot von Textauszügen, auch in den KI-Funktionen
Folge für die normale Suche
Kürzere oder keine Textauszüge in den Treffern

noindex

Was es steuert
Aufnahme in den Google-Index insgesamt
Folge für die normale Suche
Seite verschwindet komplett aus der Suche

Welches Werkzeug was steuert

Ein Punkt wird oft übersehen: Google darf ausgeschlossene Inhalte laut Hilfeseite weiter nutzen, um Suchanfragen und Seiten sprachlich zu verstehen. Und die Inhalte anderer Websites zum selben Thema bleiben in den KI-Antworten verfügbar. Wer sich ausschließt, entfernt also nur die eigene Website aus der Antwort, die Antwort selbst erscheint trotzdem.

Welche Folgen der Ausschluss für Sichtbarkeit und Klicks hat

Laut Google erhalten ausgeschlossene Websites keinen Verkehr und keine Impressionen mehr aus den generativen KI-Funktionen. Die Reichweite dieser Funktionen ist groß: Google nennt für die AI Overviews mehr als 2,5 Milliarden monatlich aktive Nutzer, für den AI Mode mehr als 1 Milliarde.

Auf der anderen Seite senken KI-Übersichten die Klickrate der klassischen Treffer. Eine Auswertung von Ahrefs vom Februar 2026 kommt für Position 1 auf eine um rund 58 Prozent niedrigere Klickrate, wenn über den Treffern eine KI-Übersicht steht. Der Ausschluss holt diese Klicks allerdings nicht zurück, weil die KI-Übersicht mit den Inhalten anderer Websites weiter erscheint.

Wie oft die eigenen Seiten in den KI-Funktionen auftauchen, zeigt der Bericht zur generativen KI in der Search Console. Wie er aufgebaut ist und wie er sich lesen lässt, erklärt der Beitrag zum Bericht über die KI-Sichtbarkeit. Diese Zahlen gehören vor jede Entscheidung über einen Ausschluss.

2,5 Mrd.

monatlich aktive Nutzer der AI Overviews laut Google

1 Mrd.

monatliche Nutzer des AI Mode laut Google

1 bis 2 Tage

bis ein Ausschluss in der Regel greift

Für wen sich der Ausschluss lohnt und für wen nicht

Für die meisten Unternehmen ist der Ausschluss ein Verlust an Sichtbarkeit. Wer Leistungen, Produkte oder einen Standort hat, gewinnt, wenn die KI-Antwort das Unternehmen nennt und verlinkt. Interessant wird der Schalter vor allem dort, wo Inhalte selbst das Produkt sind.

Lokale Dienstleister und Handwerk

Einschätzung
Einbeziehen, weil Nennungen in KI-Antworten neue Anfragen bringen

Onlineshops

Einschätzung
Einbeziehen, weil Produkte und Marken in KI-Antworten verglichen werden

Agenturen, Beratungen, B2B-Anbieter

Einschätzung
Einbeziehen, weil KI-Antworten bei der Anbieterauswahl helfen

Verlage mit Bezahlinhalten

Einschätzung
Prüfen, ob KI-Zusammenfassungen Abos ersetzen

Datenbanken und Nachschlagewerke

Einschätzung
Prüfen, ob die KI-Antwort den Besuch überflüssig macht

Interne Bereiche einer Website

Einschätzung
Gezielt über eine untergeordnete Property ausschließen

Ausschluss: wann er sinnvoll sein kann

Wer unsicher ist, misst zuerst über einige Wochen, welche Seiten in den KI-Funktionen erscheinen und wie sich Klicks und Anfragen entwickeln. Ein Ausschluss lässt sich jederzeit wieder zurücknehmen, die Rückkehr in die KI-Antworten hängt danach aber davon ab, ob die Inhalte erneut ausgewählt werden.

⚡ In KI-Antworten als Quelle auftauchen

Die DTILE GmbH macht Unternehmen in der Google-Suche, im Google-Profil und in den KI-Antworten von Google und ChatGPT sichtbar. Die kostenlose Potenzialanalyse zeigt mit echten Daten, wo eine Website heute steht.

Einordnung: mehr Kontrolle für Website-Betreiber

Mit dem Schalter beantwortet Google eine lange Forderung von Verlagen und Website-Betreibern nach mehr Kontrolle über die eigene Nutzung in KI-Antworten. Zugleich bleibt die Botschaft von Google dieselbe: In seinem Leitfaden zu KI-Funktionen, zuletzt im Juli 2026 aktualisiert, beschreibt Google die Optimierung für generative KI-Suche als Teil der Suchmaschinenoptimierung.

Für Unternehmen zählt deshalb vor allem, wie die eigene Website in den KI-Antworten häufiger und richtig genannt wird. Wie das gelingt, zeigt der Ratgeber zur Sichtbarkeit in KI-Antworten.

Häufige Fragen zum Ausschluss aus den KI-Antworten von Google

Ja. Seit dem 31. August 2026 gibt es in der Search Console unter Einstellungen die Option Search generative AI. Mit Ausschließen werden die Links und Inhalte der Website aus AI Overviews, AI Mode und den KI-Funktionen in Discover herausgenommen.
Laut Google meist 1 bis 2 Tage. Durch Zwischenspeicher und die Verteilung auf die Systeme von Google kann es bei einzelnen Inhalten länger dauern.
Laut Google nicht. Die Einstellung ist kein Ranking-Signal und hat keinen Einfluss auf die klassischen Suchergebnisse. Sie betrifft nur die generativen KI-Funktionen der Suche.
Nein. Für das Training von Gemini und für Vertex AI ist das Kennzeichen Google-Extended in der robots.txt zuständig. Search generative AI steuert nur das Erscheinen in den KI-Funktionen der Suche.
Ja, über untergeordnete Properties wie ein Verzeichnis oder eine Subdomain. Sie können eine eigene Einstellung haben, die von der Domain-Property abweicht. Die Search Console zeigt den Inhabern der Domain-Property dann einen Hinweis.
Für die meisten Unternehmen nicht, weil Nennungen in KI-Antworten Sichtbarkeit und Anfragen bringen und die Antwort ohne die eigene Website trotzdem erscheint. Sinnvoll sein kann der Ausschluss bei Bezahlinhalten oder internen Bereichen. Vor jeder Entscheidung lohnt ein Blick in den Bericht zur generativen KI in der Search Console.
Engin Buldak, Geschäftsführer DTILE GmbH

Engin Buldak

Geschäftsführer DTILE GmbH · Local SEO & GEO Experte

Ich bin Engin Buldak, Geschäftsführer der DTILE GmbH in Hamburg. Seit über 20 Jahren arbeite ich an Sichtbarkeit bei Google und habe mit meinem Team mehr als 3.500 Unternehmen im DACH-Raum geholfen*, von lokalen Dienstleistern bis zu Filialbetrieben.

Als einer der First Mover für Generative Engine Optimization (GEO) baue ich KI-Sichtbarkeit nachhaltig auf der eigenen Website auf: Topical Authority, strukturierte Daten und Entitäten-Optimierung für Empfehlungen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.

Wir glauben, dass gefunden werden sollte, wer die beste Arbeit macht. Nicht, wer das größte Werbebudget hat.

* Gezählt sind alle Unternehmen, denen wir geholfen haben, auch mit einer kostenlosen Potenzialanalyse oder Beratung: über 3.500 in über 20 Jahren Marketing-Praxis von Engin Buldak.