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Nofollow: Was das Link-Attribut bedeutet und wann du es setzt

6 Min. LesezeitStand: 27. Oktober 2026Geprüft von Engin Buldak

Definition in 40 Wörtern

Nofollow ist ein Wert des rel-Attributs in einem HTML-Link. Er signalisiert Suchmaschinen, dass die eigene Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung gebracht werden will. Google wertet nofollow seit 2019 als Hinweis und entscheidet selbst, ob der Link zählt.

Engin Buldak, Geschäftsführer DTILE GmbH

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Was ist ein Nofollow-Link?

Ein Nofollow-Link ist ein Link, dessen a-Tag den Wert rel="nofollow" trägt. Für Besucher sieht und funktioniert er wie jeder andere Link. Für Suchmaschinen ist er ein Signal: Diese Verlinkung ist keine Empfehlung, die eigene Website will mit der Zielseite nicht in Verbindung gebracht werden.

html
<!-- Normaler Link -->
<a href="https://beispiel.de/">Beispiel</a>

<!-- Nofollow-Link -->
<a href="https://beispiel.de/" rel="nofollow">Beispiel</a>

Das Gegenstück heißt umgangssprachlich Dofollow-Link. Ein eigenes Attribut "dofollow" gibt es dabei nicht: Jeder Link ohne nofollow, sponsored oder ugc ist automatisch ein normaler Link. Welche Rolle solche Verweise von anderen Websites für dein Ranking spielen, erklärt der Eintrag Backlinks.

Eingeführt wurde nofollow im Jahr 2005, um Kommentar-Spam zu bekämpfen: Links, die Fremde in Blogkommentare setzten, sollten keinen Ranking-Vorteil mehr bringen.

Was ist der Unterschied zwischen nofollow, sponsored und ugc?

Google kennt 3 Werte für das rel-Attribut. sponsored kennzeichnet bezahlte Links und Werbung, ugc steht für User Generated Content, auf Deutsch nutzergenerierte Inhalte wie Kommentare und Forenbeiträge, und nofollow gilt für alle übrigen Fälle, in denen du die Zielseite nicht empfehlen willst.

Die 3 Link-Attribute laut Google Search Central
AttributWofürBeispiel
rel="sponsored"Werbung und bezahlte PlatzierungenGekaufter Artikel mit Link, bezahlte Produktplatzierung
rel="ugc"Nutzergenerierte InhalteLink in einem Blogkommentar oder Forenbeitrag
rel="nofollow"Alle anderen Fälle ohne EmpfehlungLink auf eine Quelle, für die du nicht bürgen willst

Die Werte lassen sich kombinieren, als Liste mit Leerzeichen oder Komma getrennt. Google nennt selbst das Beispiel rel="ugc nofollow". Für bezahlte Links war früher nofollow die Empfehlung. Das bleibt zulässig, bevorzugt wird heute sponsored.

html
<a href="https://shop.de/produkt" rel="sponsored">Produkt ansehen</a>
<a href="https://forum-link.de/" rel="ugc nofollow">Link aus einem Kommentar</a>

Wie behandelt Google Nofollow-Links heute?

Seit September 2019 wertet Google nofollow, sponsored und ugc als Hinweis und entscheidet im Einzelfall selbst. Seit März 2020 gilt das auch für Crawling und Indexierung. Google folgt solchen Links in der Regel nicht, kann die Zielseite aber über andere Wege trotzdem finden.

Bis 2019 war nofollow eine klare Ansage: Der Link wurde für das Ranking ignoriert. Mit der Umstellung auf das Hinweis-Modell entscheidet Google selbst, ob ein solcher Link als Signal einfließt. Bestehende nofollow-Links musst du deshalb nicht ändern.

Auch beim Crawler ist nofollow kein Sperrschild. Google nennt ausdrücklich, dass verlinkte Seiten über Sitemaps oder Links von anderen Websites trotzdem gefunden und gecrawlt werden können. Wer eine Seite aus dem Index halten will, braucht andere Mittel, etwa ein noindex-Tag. Wie das zusammenspielt, steht im Eintrag Indexierung.

Bezahlte Links immer kennzeichnen

Gekaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, zählt Google in seinen Spam-Richtlinien zu Linkspam. Erlaubt sind bezahlte Links, wenn das a-Tag rel="nofollow" oder rel="sponsored" trägt.

Wann solltest du nofollow setzen?

Setze ein Link-Attribut immer dann, wenn ein Link keine redaktionelle Empfehlung ist: bei Werbung und Kooperationen sponsored, bei Links in Kommentaren oder Foren ugc und bei Quellen, für die du nicht bürgen willst, nofollow. Redaktionelle Links auf gute Quellen bleiben normale Links.

Kooperationen und Werbung

Gastbeiträge gegen Bezahlung, Anzeigen und bezahlte Produktplatzierungen bekommen rel="sponsored".

Kommentare und Foren

Links, die Besucher selbst setzen, bekommen rel="ugc". Vertrauenswürdigen Stammautoren kann das Attribut laut Google wieder entzogen werden.

Ohne Empfehlung

Verlinkst du eine Seite nur als Beispiel oder zur Warnung, ohne für sie zu bürgen, passt rel="nofollow".

Für lokale Unternehmen ist das Thema vor allem beim Linkaufbau wichtig. Einträge in Verzeichnissen und Portalen sind oft mit nofollow gesetzt. Wertlos sind sie dadurch nicht: Sie bringen Besucher, bestätigen Name, Adresse und Telefonnummer und stärken so das lokale Profil. Welche Verzeichnisse sich lohnen, zeigt der Ratgeber Branchenverzeichnisse.

Solltest du interne Links auf nofollow setzen?

Nein. Google rät davon ab, Links innerhalb der eigenen Website mit nofollow zu versehen. Seiten, die der Crawler nicht besuchen soll, sperrst du besser über die robots.txt, Seiten, die nicht in den Suchergebnissen erscheinen sollen, über ein noindex-Tag. Beides wirkt gezielter als nofollow.

Früher wurde nofollow intern genutzt, um Linkkraft gezielt zu verteilen, etwa weg vom Impressum. Google empfiehlt für Bereiche, die der Crawler auslassen soll, heute ausdrücklich die robots.txt. Die Steuerung des Crawlings erklärt der Eintrag robots.txt.

Richtiges Werkzeug

  • robots.txt: Crawling bestimmter Bereiche verhindern
  • noindex: Seite aus den Suchergebnissen halten
  • Canonical: Doppelte Seiten zusammenführen

Falsches Werkzeug

  • nofollow auf Menüpunkten
  • nofollow auf Links zu Kontakt oder Impressum
  • nofollow, um Linkkraft zu bündeln

Wie prüfst du, ob ein Link nofollow ist?

Am schnellsten mit einem Rechtsklick auf den Link und dem Befehl Untersuchen im Browser: Im Quelltext siehst du, ob das a-Tag ein rel-Attribut trägt. Für ganze Websites zeigen SEO-Tools wie Ahrefs oder ein Onpage-Crawler die Attribute aller Links auf einen Blick.

  1. 1

    Link untersuchen

    Rechtsklick auf den Link, dann Untersuchen. Der Browser springt zum a-Tag im Quelltext.

  2. 2

    rel-Attribut lesen

    Steht dort nofollow, sponsored oder ugc, ist der Link gekennzeichnet. Fehlt das Attribut, ist es ein normaler Link.

  3. 3

    Ganze Website prüfen

    Bei vielen Seiten hilft ein Crawler, der alle Links mit ihren Attributen auflistet und versehentlich gesetzte nofollow-Links findet. Wie eine solche Prüfung abläuft, zeigt die Seite Onpage-Analyse.

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Häufige Fragen zu Nofollow

Nofollow ist ein Wert des rel-Attributs in einem Link. Er signalisiert Suchmaschinen, dass die Website die verlinkte Seite nicht empfiehlt und nicht mit ihr in Verbindung gebracht werden will.
Indirekt ja. Seit 2019 wertet Google nofollow als Hinweis und entscheidet selbst, ob ein Link einfließt. Außerdem bringen solche Links Besucher und, bei Verzeichnissen, bestätigte Firmendaten.
sponsored kennzeichnet bezahlte Links und Werbung. nofollow ist für alle anderen Fälle gedacht, in denen du eine Seite verlinkst, ohne sie zu empfehlen. Für bezahlte Links ist nofollow weiterhin erlaubt, Google bevorzugt aber sponsored.
Nein. Dofollow ist nur ein umgangssprachlicher Begriff für normale Links ohne nofollow, sponsored oder ugc. Ein eigenes Attribut muss dafür nicht gesetzt werden.
Nein. Google kann die Zielseite über Sitemaps oder andere Links trotzdem finden und indexieren. Wer eine Seite aus der Suche heraushalten will, setzt auf dieser Seite ein noindex-Tag.

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Engin Buldak

Geschäftsführer DTILE GmbH · Local SEO & GEO Experte

Über 3.500* Unternehmen in 20 Jahren geholfen, inhabergeführt aus Hamburg-Uhlenhorst. Sein Ansatz verbindet lokale Sichtbarkeit in allen relevanten Karten-Welten mit Zitierungen in KI-Antwortsystemen, von Google und Apple Maps bis zu Siri, ChatGPT und Copilot. Fachbeiträge erscheinen in seiner LinkedIn-Serie SIP, Search in Public.

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