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News · Google · 30. Oktober 2026

Google-Profil für Restaurants: Lieferdienste lassen sich jetzt einzeln abschalten

Von Engin Buldak · Geschäftsführer DTILE GmbH · veröffentlicht am 30. Oktober 2026

Gastronom steht nach dem Mittagsgeschäft am Tresen seines Restaurants und prüft auf einem Tablet die Bestelloptionen, Titelbild zur News über Lieferdienste im Google-Profil

Wer ein Restaurant betreibt, kennt das Problem: Im Google-Profil tauchen Bestell-Links von Lieferdiensten auf, die man nie beauftragt hat oder längst loswerden will. Bisher ließen sich diese Links nur komplett abschalten oder einzeln beim Anbieter zur Löschung beantragen. Laut Google-Mitarbeiterin Lisa Landsman können Restaurants einzelne Anbieter jetzt direkt im Dashboard verwalten und abwählen. Das Fachportal Search Engine Roundtable hat die Ankündigung am 28. Oktober 2026 aufgegriffen.

Was Google angekündigt hat

Restaurants können Bestell-Anbieter im Google-Profil ab sofort einzeln abwählen, ohne bei jeder Lieferplattform eine Anfrage zu stellen. Google-Mitarbeiterin Lisa Landsman hat die Neuerung auf LinkedIn vorgestellt und spricht von einer der häufigsten Bitten aus der Gastronomie.

Betrifft
Restaurants und Gastronomiebetriebe mit Google-Unternehmensprofil
Neu
Einzelne Bestell-Anbieter lassen sich direkt im Profil-Dashboard verwalten und abwählen
Bisher
Nur alle Bestelloptionen auf einmal abschalten oder je Anbieter eine Löschung beantragen
Quelle
LinkedIn-Beitrag von Lisa Landsman (Google), berichtet von Search Engine Roundtable am 28. Oktober 2026
Rollout
Google hat keinen Zeitplan veröffentlicht, die Hilfeseite ist noch nicht angepasst
Stand
30. Oktober 2026

Wörtlich schreibt Landsman, dass Restaurants nicht mehr bei einzelnen Lieferplattformen beantragen müssen, einen Feed zu entfernen oder zu trennen. Stattdessen lassen sich bestimmte Anbieter jetzt direkt im Dashboard verwalten und abwählen. Ein Screenshot in ihrem Beitrag deutet laut Search Engine Roundtable darauf hin, dass sich je Anbieter auch Abholung und Lieferung getrennt steuern lassen.

Was sich gegenüber den bisherigen Einstellungen ändert

Die bisherigen 3 Stellschrauben bleiben bestehen, neu kommt die Auswahl je Anbieter dazu. Die Hilfeseite von Google zu den Bestelloptionen beschreibt bis heute nur den Schalter für alle Optionen, die bevorzugte Bestellmöglichkeit und das Entfernen eines Links.

Bestellungen über mein Profil annehmen

Was sie bewirkt
Schaltet alle Bestell-Links und Lieferoptionen auf einmal ein oder aus
Status
Gab es schon

Als bevorzugt festlegen

Was sie bewirkt
Hebt 1 Anbieter oder deinen eigenen Link hervor, getrennt für Abholung und Lieferung
Status
Gab es schon

Link entfernen

Was sie bewirkt
Beantragt die Löschung eines Anbieters, der hat laut Google 5 Werktage Zeit
Status
Gab es schon

Einzelne Anbieter abwählen

Was sie bewirkt
Du entscheidest je Anbieter, ob er im Profil erscheint, ohne Antrag beim Lieferdienst
Status
Neu

Bestelloptionen im Google-Profil, Stand 30. Oktober 2026

Grafik: Bestelloptionen im Google-Profil, links die 3 bisherigen Einstellungen alles an oder aus, bevorzugter Anbieter und Link entfernen, rechts die neue Auswahl je Anbieter
Bisher war es alles oder nichts, jetzt entscheidest du je Anbieter, wer auf deinem Profil Bestellungen annimmt

Die Hilfeseite von Google nennt für die Zeit bis zur Löschung durch den Anbieter 5 Werktage. Klappt das nicht, gibt es ein Beschwerdeformular. Mit der neuen Auswahl entfällt dieser Umweg, sobald die Funktion in deinem Profil freigeschaltet ist.

Gilt das auch für Restaurants in Deutschland?

Google hat weder Länder noch einen Zeitplan genannt, und die Hilfeseite unterscheidet nur zwischen Betrieben in den USA und außerhalb. Außerhalb der USA zeigt das Profil den Button "Online bestellen", hinter dem Lieferdienste ihre Links einspielen, zusätzlich kannst du eigene Links wie "Bestellung aufgeben" anlegen. Ob die neue Auswahl je Anbieter schon in deinem Profil sichtbar ist, siehst du nur im Dashboard selbst.

  • Die Bezeichnungen im Profil weichen je nach Land und Profil ab, teils steht dort "Essensbestellung", teils "Lebensmittel bestellen"
  • Lieferdienste tragen ihre Links über eine Schnittstelle selbst ein, deshalb erscheinen Anbieter auch ohne dein Zutun
  • Eigene Bestell-Links auf deine Website kannst du unabhängig von der neuen Funktion jederzeit anlegen und als bevorzugt markieren
  • Die Regel mit 5 Werktagen für das Entfernen eines Links gilt laut Hilfeseite weiter
Grafik: schematische Darstellung der Bestelloptionen im Google-Profil mit 3 Anbietern und einem eigenen Link, je Anbieter Schalter für Abholung und Lieferung, der eigene Link ist als bevorzugt markiert
So könnte die Verwaltung je Anbieter aussehen: Dein eigener Link steht ganz oben, unerwünschte Dienste sind abgeschaltet
Das Team der DTILE GmbH

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Was du jetzt in deinem Google-Profil prüfen solltest

Unabhängig davon, wann die neue Auswahl bei dir ankommt, lohnt sich ein Blick auf die Bestelloptionen. Jeder Link im Profil ist ein Verkaufskanal, und jeder Kanal mit falscher Speisekarte oder alten Preisen kostet dich Gäste oder Marge. Landsman selbst empfiehlt, die aktiven Bestellkanäle regelmäßig zu prüfen und jeden Link auf eine korrekte Speisekarte zu kontrollieren.

  1. 1

    Bestelloptionen öffnen

    Im Google-Profil den Bereich für Essensbestellungen öffnen. Dort stehen alle Anbieter und Links, die aktuell auf deinem Profil erscheinen.

  2. 2

    Anbieter durchgehen

    Für jeden Anbieter entscheiden: behalten, bevorzugen oder abwählen. Steht die neue Auswahl noch nicht bereit, den Link entfernen und die 5 Werktage abwarten.

  3. 3

    Eigenen Link bevorzugen

    Den Link zu deiner eigenen Bestellseite anlegen und als bevorzugt für Abholung und Lieferung markieren. So landen Gäste zuerst bei dir und nicht beim Vermittler.

  4. 4

    Speisekarten abgleichen

    Bei jedem verbleibenden Anbieter Preise, Gerichte und Öffnungszeiten prüfen. Einmal im Quartal wiederholen, weil Lieferdienste Daten automatisch aktualisieren.

Wie du das Profil insgesamt in Form bringst, von Kategorien über Fotos bis zu Bewertungen, steht im Ratgeber GBP Optimierung. Welche Änderungen Google im Herbst außerdem am Profil vorgenommen hat, fasst die News Google-Unternehmensprofil: Änderungen im Herbst 2026 zusammen.

Was sich sonst gerade am Google-Profil tut

Die Auswahl je Anbieter ist nicht die einzige Änderung dieser Woche. Search Engine Roundtable berichtet von 2 weiteren Neuerungen, die beide noch im Test oder im Rollout sind.

  • Nachrichten mit KI-Assistent: Google lädt laut Bericht vom 29. Oktober 2026 weitere Betriebe zu einem Pilotprojekt ein, bei dem ein KI-Assistent Routinefragen wie Reservierungen oder Tagesangebote direkt aus den Profildaten beantwortet und schwierige Fragen an den Inhaber weitergibt. Die Einladungen richten sich bislang an Restaurants in den USA, die Funktion läuft über RCS-Nachrichten
  • Messenger-Links: Google informiert Betriebe per E-Mail, dass Links zum Facebook Messenger automatisch ins Profil übernommen werden, berichtet am 28. Oktober 2026. Wer keinen Messenger-Kontakt anbieten will, sollte das Profil prüfen

Beide Punkte zeigen dieselbe Richtung wie die Bestelloptionen: Google trägt immer mehr Daten und Kontaktwege automatisch ins Profil ein. Wer sein Profil nicht regelmäßig kontrolliert, zeigt Gästen irgendwann Dinge, die er nie eingetragen hat. Das Profil ist der wichtigste Hebel für das Local Pack und damit für Anfragen aus der Umgebung, wie die Seite Local SEO erklärt.

Häufige Fragen zu Lieferdiensten im Google-Profil

Restaurants können laut Google einzelne Bestell-Anbieter direkt im Dashboard verwalten und abwählen. Bisher ließen sich nur alle Optionen auf einmal abschalten oder einzelne Links zur Löschung beantragen.
Im Google-Profil im Bereich für Essensbestellungen. Die Bezeichnung weicht je nach Land und Profil ab, zum Beispiel "Essensbestellung" oder "Lebensmittel bestellen".
Google hat keinen Zeitplan und keine Länder genannt. Ob die Auswahl je Anbieter in deinem Profil schon sichtbar ist, siehst du nur im Dashboard. Die Hilfeseite beschreibt sie noch nicht.
Lieferdienste mit Partnerstatus tragen ihre Links über eine Schnittstelle selbst ein. Google listet Anbieter automatisch, die eine Geschäftsbeziehung zu deinem Betrieb angeben.
Im Profil den Anbieter auswählen und "Link entfernen" wählen. Der Anbieter hat laut Google 5 Werktage für die Löschung. Passiert nichts, gibt es ein Beschwerdeformular von Google.
Ja. Du kannst einen eigenen Link anlegen und ihn als bevorzugt für Abholung und Lieferung markieren. Dann steht er vor den Links der Lieferdienste.
Nicht unbedingt. Google-Mitarbeiterin Lisa Landsman rät, vertrauenswürdige Anbieter zu behalten, weil viele Gäste dort schon ein Konto und Zahlungsdaten haben. Abschalten solltest du Anbieter, die nicht zu Marge, Küche oder Speisekarte passen.
Google testet einen KI-Assistenten für Nachrichten, bislang mit Restaurants in den USA, und übernimmt laut E-Mails an Betriebe automatisch Links zum Facebook Messenger ins Profil.
Engin Buldak, Geschäftsführer DTILE GmbH

Engin Buldak

Geschäftsführer DTILE GmbH · Local SEO & GEO Experte

Ich bin Engin Buldak, Geschäftsführer der DTILE GmbH in Hamburg. Seit über 20 Jahren arbeite ich an Sichtbarkeit bei Google und habe mit meinem Team mehr als 3.500 Unternehmen im DACH-Raum geholfen*, von lokalen Dienstleistern bis zu Filialbetrieben.

Als einer der First Mover für Generative Engine Optimization (GEO) baue ich KI-Sichtbarkeit nachhaltig auf der eigenen Website auf: Topical Authority, strukturierte Daten und Entitäten-Optimierung für Empfehlungen in ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.

Wir glauben, dass gefunden werden sollte, wer die beste Arbeit macht. Nicht, wer das größte Werbebudget hat.

* Gezählt sind alle Unternehmen, denen wir geholfen haben, auch mit einer kostenlosen Potenzialanalyse oder Beratung: über 3.500 in über 20 Jahren Marketing-Praxis von Engin Buldak.